Wärmepumpen-Glossar

Alle wichtigen Fachbegriffe rund um Wärmepumpen – verständlich erklärt.

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Abtauung / Abtauzyklus

Der Prozess, bei dem eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kurzzeitig Wärme erzeugt, um Eis vom Außengerät zu entfernen, das bei kalten Temperaturen entsteht. Dies sichert die Effizienz und verhindert Schäden am Gerät.
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Abluftwärmepumpe

Eine spezielle Wärmepumpe, die die Wärme aus der verbrauchten, warmen Abluft eines Gebäudes nutzt, um frische Zuluft oder das Brauchwasser zu erwärmen. Sie wird oft in Kombination mit einer Lüftungsanlage eingesetzt.
A

Absorber

Ein Bauteil in einer Solaranlage oder bei einer Eisspeicher-Heizung, das Wärme aus der Umgebung (z.B. Sonnenlicht, Luft, Erdreich) aufnimmt und an ein Wärmeträgermedium (wie Sole) weitergibt.
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Absorptions-Wärmepumpe

Ein Wärmepumpen-Typ, der anstelle von elektrischem Strom primär mit thermischer Energie (z.B. aus Gas oder Solarthermie) angetrieben wird, um einen Kältemittelkreislauf in Gang zu setzen. Sie ist eine Alternative zur Kompressions-Wärmepumpe.
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Abstandsregelung (Nachbar)

Die gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabstände, die eine außen aufgestellte Wärmepumpe zur Grundstücksgrenze des Nachbarn einhalten muss, um Lärmbelästigung zu vermeiden. Diese variieren je nach Bundesland und lokalen Bauvorschriften.
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Adsorptions-Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe, die thermische Energie (z.B. aus Gas) nutzt, um ein festes Material (Adsorbens, oft Zeolith) zu erwärmen, das Wasserdampf freisetzt und so einen Kältekreislauf antreibt. Sie arbeitet mit sehr geringem Stromverbrauch.
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Aerothermie

Die Nutzung der in der Umgebungsluft gespeicherten Wärmeenergie als Wärmequelle für eine Wärmepumpe. Dies ist das Funktionsprinzip der weit verbreiteten Luft-Wasser-Wärmepumpen.
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Amortisation / Amortisationszeit

Der Zeitraum, nach dem die anfänglichen Investitionskosten für eine Wärmepumpe durch die eingesparten Heizkosten im Vergleich zu einem alten Heizsystem wieder ausgeglichen sind. Typischerweise liegt dieser Zeitraum zwischen 8 und 15 Jahren.
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Anrechnungsfähige Kosten

Der Teil der Gesamtinvestition für eine neue Heizung, der von Förderinstitutionen wie der KfW für die Berechnung der Fördersumme anerkannt wird. Oft gibt es hier Höchstgrenzen pro Wohneinheit.
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Anschaffungskosten

Die reinen Kosten für den Kauf der Wärmepumpe selbst, ohne die Kosten für Installation, Zubehör oder die Erschließung der Wärmequelle. Sie machen nur einen Teil der gesamten Investitionskosten aus.
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Antriebsenergie

Die Energie, die eine Wärmepumpe benötigt, um den Verdichter und die Pumpen zu betreiben und so die Umweltwärme auf ein höheres Temperaturniveau zu heben. In der Regel ist dies elektrischer Strom, bei manchen Modellen auch Gas.
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App-Steuerung / Smartphone-Steuerung

Die Möglichkeit, die Wärmepumpe über eine mobile Anwendung auf dem Smartphone oder Tablet zu überwachen und zu steuern. Damit kannst du von überall die Temperatur anpassen oder den Energieverbrauch einsehen.
A

Aufstellungsort

Der physische Platz, an dem die Innen- und/oder Außeneinheit einer Wärmepumpe installiert wird. Die Wahl des richtigen Aufstellorts ist entscheidend für Effizienz, Schallschutz und Zugänglichkeit für die Wartung.
A

Außenaufstellung

Eine Bauform der Wärmepumpe, bei der das gesamte Gerät (Monoblock) oder die schallerzeugende Einheit (Split-Gerät) im Freien, z.B. im Garten oder an der Hauswand, platziert wird. Dies spart Platz im Inneren des Gebäudes.
A

Auslegung (70% der Heizlast)

Eine gängige Methode zur Dimensionierung von Wärmepumpen, bei der die Leistung der Wärmepumpe so gewählt wird, dass sie etwa 70% der maximalen Heizlast des Gebäudes abdeckt. An den wenigen sehr kalten Tagen im Jahr springt ein elektrischer Heizstab zur Unterstützung ein.
B

KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau)

Die deutsche Bundesbehörde, die für die Abwicklung der staatlichen Förderprogramme für energieeffiziente Gebäude (BEG) zuständig ist. Hier beantragst du die Zuschüsse für den Einbau deiner Wärmepumpe.
B

Batteriespeicher-Integration

Die Anbindung eines Stromspeichers an die Photovoltaikanlage und die Wärmepumpe, um selbst erzeugten Solarstrom zwischenzuspeichern. So kann die Wärmepumpe auch nachts oder bei wenig Sonne mit günstigem Eigenstrom betrieben werden.
B

BEG (Bundesförderung für effiziente Gebäude)

Das zentrale staatliche Förderprogramm in Deutschland, das den Einbau von klimafreundlichen Heizungen wie Wärmepumpen mit hohen Zuschüssen und zinsgünstigen Krediten unterstützt. Es wird über die KfW abgewickelt.
B

Betriebskosten

Die laufenden Kosten, die durch den Betrieb einer Wärmepumpe entstehen, hauptsächlich für den benötigten Antriebsstrom. Hinzu kommen geringe Kosten für Wartung und Versicherung.
B

Betriebsstunden

Die Gesamtzeit, die der Verdichter einer Wärmepumpe in Betrieb war, um Wärme zu erzeugen. Die Anzahl der Betriebsstunden pro Jahr ist ein Indikator für die Auslastung und beeinflusst die Lebensdauer des Geräts.
B

BHKW (Blockheizkraftwerk)

Eine Anlage, die nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) gleichzeitig Strom und nutzbare Wärme erzeugt. Sie wird oft mit Gas oder Biomasse betrieben und kann in größeren Gebäuden eine Alternative oder Ergänzung zur Wärmepumpe sein.
B

Bidirektionale Kommunikation

Der zweiseitige Datenaustausch zwischen der Wärmepumpe und anderen Systemen wie einem Smart Home Hub oder dem Energiemanagementsystem. Dies ermöglicht eine intelligente Steuerung und Optimierung des Energieverbrauchs.
B

Bivalent

Ein Heizsystem, das zwei verschiedene Wärmeerzeuger kombiniert, z.B. eine Wärmepumpe für die Grundlast und eine Gas- oder Ölheizung für die Spitzenlast an sehr kalten Tagen. Dies ist oft eine Lösung für unsanierte Altbauten.
B

Bivalente Hybridheizung

Eine spezielle Form des bivalenten Betriebs, bei der eine Wärmepumpe intelligent mit einem fossilen Heizsystem (z.B. Gastherme) in einem Gerät kombiniert wird. Die Regelung wählt automatisch den jeweils günstigsten oder effizientesten Wärmeerzeuger.
B

Bivalenzpunkt

Die Außentemperatur, bei der ein bivalentes Heizsystem den zweiten Wärmeerzeuger (z.B. einen Heizstab oder eine Gastherme) zuschaltet, weil die Leistung der Wärmepumpe allein nicht mehr ausreicht, um das Gebäude zu heizen.
B

Blower-Door-Test

Ein Messverfahren zur Überprüfung der Luftdichtheit eines Gebäudes. Eine gute Luftdichtheit ist eine wichtige Voraussetzung für den effizienten Betrieb einer Wärmepumpe, da sie unkontrollierte Wärmeverluste minimiert.
B

Bohrtiefe

Die Tiefe, bis zu der bei einer Erdwärmebohrung für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe in das Erdreich gebohrt wird, um eine Erdwärmesonde zu platzieren. Üblich sind Tiefen zwischen 50 und 100 Metern, um eine konstante Wärmequelle zu erschließen.
B

Brauchwasser-Wärmepumpe / Warmwasser-Wärmepumpe

Eine kleine, separate Wärmepumpe, die ausschließlich für die Erwärmung des Trinkwassers (Duschen, Baden, etc.) zuständig ist. Sie nutzt oft die Abwärme aus dem Keller oder Technikraum als Wärmequelle und arbeitet unabhängig von der Hauptheizung.
B

Brennstoffzellen-Heizung

Ein Heizsystem, das durch eine chemische Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff (kalte Verbrennung) gleichzeitig Strom und Wärme erzeugt. Es ist eine hocheffiziente Technologie, die oft in Kombination mit anderen Systemen eingesetzt wird.
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Carnot-Wirkungsgrad / Carnot-Prozess

Der theoretisch maximal mögliche Wirkungsgrad eines thermodynamischen Kreisprozesses, wie er in einer Wärmepumpe stattfindet. In der Praxis erreichen Wärmepumpen einen Teil dieses Idealwertes, was ihre reale Effizienz bestimmt.
C

CO2-Bilanz / Klimabilanz

Die Gesamtmenge an CO2-Emissionen, die durch den Betrieb einer Wärmepumpe über ihre gesamte Lebensdauer entsteht, inklusive der Emissionen aus der Stromerzeugung. Im Vergleich zu fossilen Heizungen ist die CO2-Bilanz einer Wärmepumpe, besonders bei Nutzung von Ökostrom, um bis zu 90% besser.
C

CO2-Einsparung

Die Menge an CO2-Emissionen, die durch den Betrieb einer Wärmepumpe im Vergleich zu einer herkömmlichen Öl- oder Gasheizung vermieden wird. Dies ist ein zentraler Beitrag zum Klimaschutz.
C

COP-Wert (Coefficient of Performance)

Die Leistungszahl, die die Effizienz einer Wärmepumpe an einem einzigen, genormten Betriebspunkt beschreibt. Ein COP von 4 bedeutet, dass das Gerät unter Laborbedingungen aus 1 kWh Strom 4 kWh Wärme erzeugt.
D

Dämmung

Bauliche Maßnahmen an der Gebäudehülle (Dach, Fassade, Fenster), um Wärmeverluste zu reduzieren. Eine gute Dämmung ist die wichtigste Voraussetzung für den effizienten Betrieb einer Wärmepumpe, da sie die benötigte Heizleistung und Vorlauftemperatur senkt.
D

Demand Response

Die Fähigkeit von steuerbaren Verbrauchern wie Wärmepumpen, auf Signale des Stromnetzes zu reagieren, um ihre Leistungsaufnahme anzupassen. So können sie bei Stromüberschuss mehr verbrauchen und bei Engpässen ihre Leistung drosseln, um das Netz zu stabilisieren.
D

Dezentrale Wärmepumpe

Ein System, bei dem jede Wohneinheit in einem Mehrfamilienhaus über eine eigene, kleine Wärmepumpe verfügt. Dies ermöglicht eine individuelle Abrechnung und Steuerung, steht aber im Gegensatz zu einer zentralen Heizanlage für das gesamte Gebäude.
D

Dimensionierung

Der Prozess der Berechnung der korrekten Heizleistung, die eine Wärmepumpe für ein bestimmtes Gebäude benötigt. Eine falsche Dimensionierung (zu groß oder zu klein) führt zu Ineffizienz, höheren Kosten und einer verkürzten Lebensdauer des Geräts.
D

Drossel / Expansionsventil

Ein Bauteil im Kältekreislauf der Wärmepumpe, das den Druck des flüssigen Kältemittels stark reduziert. Durch diese Druckabsenkung kühlt das Kältemittel schlagartig ab und ist bereit, im Verdampfer wieder neue Umweltwärme aufzunehmen.
D

Durchlauferhitzer-Prinzip

Ein Verfahren zur Trinkwassererwärmung, bei dem das Wasser erst in dem Moment erhitzt wird, in dem es benötigt wird, anstatt es in einem Speicher warm zu halten. Frischwasserstationen arbeiten nach diesem Prinzip und sind hygienischer als herkömmliche Speicher.
D

Dynamische Strompreise

Stromtarife, bei denen sich der Preis pro Kilowattstunde stündlich an den Börsenstrompreisen orientiert. In Verbindung mit einem intelligenten Energiemanagementsystem kann eine Wärmepumpe gezielt in den günstigsten Stunden betrieben werden, um die Betriebskosten zu senken.
E

EE (Erneuerbare Energien)

Energien aus nachhaltigen Quellen wie Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Umweltwärme (Geothermie, Aerothermie). Wärmepumpen sind eine Schlüsseltechnologie zur Nutzung von Umweltwärme und damit ein zentraler Baustein der Energiewende.
E

EHPA (European Heat Pump Association)

Der europäische Dachverband der Wärmepumpen-Branche, der sich für die Förderung der Technologie einsetzt und Qualitätsstandards wie das EHPA-Gütesiegel definiert. Dieses Siegel steht für geprüfte Produktqualität und Energieeffizienz.
E

Eigenverbrauchsoptimierung

Die intelligente Steuerung von Wärmepumpe und anderen großen Stromverbrauchern im Haushalt, um einen möglichst hohen Anteil des selbst erzeugten Solarstroms direkt vor Ort zu verbrauchen. Dies senkt die Stromkosten und erhöht die Unabhängigkeit vom Netz.
E

Einkommensbonus

Ein zusätzlicher Förderbonus im Rahmen der BEG, den selbstnutzende Eigentümer mit einem zu versteuernden Haushaltseinkommen von bis zu 40.000 Euro pro Jahr erhalten. Dieser Bonus erhöht den Fördersatz für den Heizungstausch erheblich.
E

Einsparungen

Die finanziellen Vorteile, die sich aus den geringeren Betriebskosten einer Wärmepumpe im Vergleich zu einer alten Öl- oder Gasheizung ergeben. Diese Einsparungen sind die Grundlage für die Berechnung der Amortisationszeit.
E

Einzelraumregelung

Ein System, das es ermöglicht, die Temperatur für jeden Raum individuell über separate Thermostate zu steuern. Dies erhöht den Komfort und kann zusätzlich Energie sparen, da nicht alle Räume gleich stark beheizt werden müssen.
E

Eisspeicher

Eine große, im Erdreich vergrabene Zisterne mit Wasser, die als Wärmequelle für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe dient. Die Wärmepumpe entzieht dem Wasser so lange Energie, bis es gefriert, und nutzt dabei zusätzlich die bei der Vereisung freiwerdende Kristallisationsenergie.
E

Emissionsfreie Heizung

Ein Heizsystem, das am Betriebsort keine direkten Schadstoffe oder Treibhausgase ausstößt. Wärmepumpen gelten als emissionsfrei, wenn sie mit 100% Ökostrom betrieben werden.
E

Emissionen

Der Ausstoß von Schadstoffen und Treibhausgasen wie CO2, die bei der Verbrennung fossiler Energieträger (Öl, Gas) entstehen. Wärmepumpen vermeiden diese direkten Emissionen am Gebäude und tragen so zur Verbesserung der Luftqualität und zum Klimaschutz bei.
E

Endenergie

Die Energiemenge, die nach Umwandlungs- und Transportverlusten beim Verbraucher ankommt, z.B. als Strom aus der Steckdose oder als Gas aus dem Netzanschluss. Eine Wärmepumpe wandelt diese Endenergie (Strom) sehr effizient in Nutzwärme um.
E

Energie

Eine physikalische Größe, die die Fähigkeit beschreibt, Arbeit zu verrichten. Im Kontext der Heizung ist damit die thermische Energie (Wärme) gemeint, die benötigt wird, um ein Gebäude auf eine angenehme Temperatur zu bringen.
E

Energieeffizienzklasse (A+++ bis G)

Eine Bewertung auf dem Energielabel von Heizgeräten, die zeigt, wie effizient ein Gerät Energie umwandelt. Moderne Wärmepumpen erreichen in der Regel die höchsten Klassen A++ oder A+++, was für sehr niedrige Betriebskosten steht.
E

Energiemanagement-System (EMS/HEMS)

Eine intelligente Steuerungseinheit (Home Energy Management System), die die Energieflüsse im Haus optimiert. Sie koordiniert die Wärmepumpe, die Photovoltaikanlage und den Batteriespeicher, um den Eigenverbrauch von Solarstrom zu maximieren und die Kosten zu minimieren.
E

Energiestandard

Ein definierter Wert, der die energetische Qualität eines Gebäudes beschreibt, z.B. KfW-Effizienzhaus 40 oder Passivhaus. Je besser der Energiestandard, desto geringer ist der Heizwärmebedarf und desto effizienter arbeitet eine Wärmepumpe.
E

Energielabel / ErP-Label

Ein standardisiertes Etikett an Heizgeräten, das Auskunft über deren Energieeffizienz gibt und so den Vergleich verschiedener Modelle erleichtert. Es ist in der gesamten EU (Energy-related Products Directive) vorgeschrieben.
E

Entlüfter

Ein Bauteil im Heizungssystem, das automatisch oder manuell Luft aus dem Heizwasserkreislauf entfernt. Luft im System kann zu gluckernden Geräuschen führen und die Effizienz der Wärmeübertragung stark beeinträchtigen.
E

Erdkollektor

Ein horizontales Rohrsystem, das in etwa 1,5 Metern Tiefe im Garten verlegt wird, um die im Erdreich gespeicherte Wärme zu nutzen. Die darin zirkulierende Sole dient als Wärmequelle für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe.
E

Erdwärme

Die im Erdreich gespeicherte thermische Energie, die hauptsächlich durch Sonneneinstrahlung und zu einem kleinen Teil aus dem Erdinneren stammt. Sie ist eine sehr stabile und ganzjährig verfügbare Wärmequelle für Sole-Wasser-Wärmepumpen.
E

Erdwärmebohrung / Tiefenbohrung

Eine vertikale Bohrung in den Boden, um eine Erdwärmesonde zu installieren, die die konstante Wärme aus tieferen Erdschichten (bis zu 100m) nutzt. Dies ist eine sehr effiziente, aber auch teure Methode zur Erschließung der Wärmequelle.
E

Erdwärmesonde

Eine vertikale Sonde, die in eine Erdwärmebohrung eingelassen wird und in der eine Flüssigkeit (Sole) zirkuliert, um die Wärme aus dem tiefen Erdreich aufzunehmen. Sie ist die Wärmequelle für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe.
E

Erdwärmetauscher

Ein im Erdreich verlegtes Rohr, durch das die Außenluft für eine Lüftungsanlage angesaugt wird. Im Winter wird die kalte Luft so vorgewärmt und im Sommer vorgekühlt, was die Effizienz der Lüftungsanlage und den Wohnkomfort erhöht.
E

Erneuerbare Energien

Siehe EE (Erneuerbare Energien).
E

Erschließung (Wärmequelle)

Alle notwendigen Maßnahmen, um eine Umweltwärmequelle für die Wärmepumpe nutzbar zu machen. Dazu gehören z.B. die Installation der Außeneinheit bei Luft-Wasser-Wärmepumpen oder die Bohrung für eine Erdwärmesonde.
E

Erstinbetriebnahme

Die erste Inbetriebnahme einer neuen Heizungsanlage durch einen qualifizierten Fachbetrieb. Dabei werden alle Komponenten fachgerecht eingestellt, die Regelung optimiert und ein Protokoll über die korrekte Funktion erstellt.
E

ETAS (Jahreszeitbedingte Raumheizungs-Energieeffizienz)

Ein Effizienzwert für Heizgeräte, der den Wirkungsgrad über eine ganze Heizsaison unter Berücksichtigung verschiedener Temperaturen abbildet. Er ist eine wichtige Kennzahl für die Förderfähigkeit von Wärmepumpen.
E

EVU-Sperre / Netzbetreiber-Sperre

Eine vertragliche Vereinbarung mit dem Stromnetzbetreiber, die ihm erlaubt, die Wärmepumpe in Zeiten hoher Netzauslastung für wenige Stunden am Tag abzuschalten oder in der Leistung zu drosseln. Im Gegenzug erhält der Betreiber vergünstigte Netzentgelte.
F

Fachbetrieb / Installateur

Ein qualifiziertes Handwerksunternehmen, das auf die Planung, Installation und Wartung von Heizungssystemen spezialisiert ist. Die Installation einer Wärmepumpe sollte immer von einem zertifizierten Fachbetrieb durchgeführt werden.
F

Fernzugriff / Remote Access

Die Möglichkeit, über das Internet auf die Steuerung der Wärmepumpe zuzugreifen, um Einstellungen zu ändern oder den Betriebszustand zu überprüfen. Dies ist meist Teil einer Smart-Home-Integration.
F

Flächenheizung (allgemein)

Ein Heizsystem, das die Wärme über große Flächen wie den Boden (Fußbodenheizung), die Wände (Wandheizung) oder die Decke abgibt. Aufgrund der niedrigen benötigten Vorlauftemperaturen sind Flächenheizungen der ideale Partner für eine hocheffiziente Wärmepumpe.
F

Flachdach-Aufstellung

Eine Installationsvariante für die Außeneinheit einer Wärmepumpe, bei der diese auf dem Flachdach eines Gebäudes platziert wird. Dies ist eine platzsparende Lösung, die jedoch besondere Anforderungen an Statik und Schallschutz stellt.
F

Flüstermodus / Silent Mode

Eine spezielle Betriebseinstellung bei modernen Luft-Wasser-Wärmepumpen, die die Drehzahl des Ventilators und des Verdichters reduziert, um die Geräuschentwicklung zu minimieren. Dieser Modus wird oft nachts genutzt, um die Lärmbelästigung für Nachbarn zu verringern.
F

Förderfähige Kosten

Siehe Anrechnungsfähige Kosten.
F

Frischwasserstation

Eine Baugruppe, die das Trinkwasser hygienisch nach dem Durchlauferhitzer-Prinzip erwärmt. Das kalte Trinkwasser fließt durch einen Wärmetauscher und wird dort vom heißen Wasser aus dem Pufferspeicher erwärmt, ohne dass sich die beiden Wasserkreise vermischen.
F

Frostschutzmittel

Eine Flüssigkeit (meist auf Glykol-Basis), die dem Wasser in einem Solekreislauf beigemischt wird, um ein Einfrieren bei kalten Temperaturen zu verhindern. Dies schützt das System vor Schäden durch Eisbildung.
F

Fundamentplatte (schallgedämmt)

Eine massive Betonplatte, auf der die Außeneinheit einer Wärmepumpe aufgestellt wird, um einen stabilen Stand zu gewährleisten. Durch eine zusätzliche Körperschallentkopplung werden Vibrationen und Geräusche nicht auf das Gebäude übertragen.
F

Funktionsprüfung

Ein Teil der regelmäßigen Wartung, bei dem der Fachbetrieb alle sicherheitsrelevanten und betriebswichtigen Funktionen der Wärmepumpe überprüft. Dazu gehören Sensoren, Pumpen, Ventile und die Regelung.
F

Fußbodenheizung

Eine Form der Flächenheizung, bei der Heizungsrohre im Fußboden verlegt sind. Sie gibt die Wärme gleichmäßig als Strahlungswärme ab und arbeitet mit sehr niedrigen Vorlauftemperaturen (ca. 30-35°C), was sie zum idealen Partner für Wärmepumpen macht.
G

Garageaufstellung

Die Platzierung der Inneneinheit einer Wärmepumpe oder einer kompletten Innenaufstellungs-Wärmepumpe in der Garage. Dies spart Platz im Wohnbereich, erfordert aber eine gute Dämmung der Heizungsrohre.
G

Gas-Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe, die mit Gas anstelle von elektrischem Strom angetrieben wird. Sie nutzt die thermische Energie aus der Gasverbrennung, um den Kältemittelkreislauf zu betreiben (siehe auch Absorptions-Wärmepumpe).
G

Gebäudeenergiegesetz (GEG)

Das zentrale Gesetz in Deutschland, das die energetischen Anforderungen an Gebäude regelt. Es schreibt unter anderem vor, dass neu eingebaute Heizungen ab 2024 zu mindestens 65% mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen.
G

Gebläsekonvektor

Ein spezieller Heizkörper, der mit einem integrierten Ventilator ausgestattet ist, um die Wärme schneller und effektiver im Raum zu verteilen. Er kann auch mit niedrigen Vorlauftemperaturen betrieben werden und ist daher eine gute Ergänzung oder Alternative zur Fußbodenheizung im Wärmepumpen-System.
G

Genehmigung (Bohrung)

Die behördliche Erlaubnis, die für die Durchführung einer Erdwärmebohrung zur Installation einer Erdwärmesonde erforderlich ist. Die Zuständigkeit liegt meist bei der unteren Wasserbehörde des jeweiligen Landkreises.
G

Geologisches Gutachten

Eine Untersuchung des Untergrunds durch einen Geologen, um die Eignung für eine Erdwärmebohrung zu prüfen. Das Gutachten gibt Auskunft über die Bodenbeschaffenheit, die Wärmeleitfähigkeit und mögliche Risiken.
G

Geräuschemission

Die Abgabe von Schall durch eine Schallquelle, in diesem Fall die Außeneinheit der Wärmepumpe. Die Geräuschemission wird als Schallleistungspegel (LWA) in Dezibel (dB) angegeben und ist ein wichtiges Kriterium bei der Wahl des Aufstellorts.
G

Geschwindigkeitsbonus

Ein zusätzlicher Förderbonus im Rahmen der BEG für den frühzeitigen Austausch einer alten fossilen Heizung (z.B. Öl, Gas, Kohle) gegen eine neue Wärmepumpe. Der Bonus wird gewährt, wenn die alte Heizung noch funktionsfähig ist.
G

Grauer Energieaufwand

Die gesamte Energiemenge, die für die Herstellung, den Transport, die Lagerung, den Verkauf und die Entsorgung eines Produkts benötigt wird. Bei der Ökobilanz einer Wärmepumpe wird dieser Aufwand dem Energieverbrauch im Betrieb gegenübergestellt.
G

Grundfördersatz

Der Basis-Fördersatz, den jeder Antragsteller im Rahmen der BEG für den Einbau einer Wärmepumpe erhält. Dieser Satz kann durch verschiedene Boni (z.B. Geschwindigkeitsbonus, Einkommensbonus) weiter erhöht werden.
G

Grundlast

Der kontinuierliche, ganzjährig vorhandene Wärmebedarf eines Gebäudes, der hauptsächlich durch die Warmwasserbereitung entsteht. Eine Wärmepumpe wird so ausgelegt, dass sie diese Grundlast hocheffizient decken kann.
G

GWP (Global Warming Potential)

Das Treibhauspotenzial eines Kältemittels, das angibt, wie stark es im Vergleich zu CO2 (GWP = 1) zur globalen Erwärmung beiträgt. Moderne, umweltfreundliche Kältemittel wie Propan (R290) haben einen sehr niedrigen GWP-Wert von 3.
H

Heißgas-Abtauung

Ein sehr effizientes Verfahren zur Abtauung des Verdampfers bei Luft-Wasser-Wärmepumpen. Dabei wird heißes Gas aus dem Verdichter direkt zum vereisten Wärmetauscher geleitet, um diesen schnell und mit minimalem Energieaufwand abzutauen.
H

Heizkosten

Die Kosten, die für die Beheizung eines Gebäudes und die Warmwasserbereitung anfallen. Durch den Einsatz einer effizienten Wärmepumpe können die Heizkosten im Vergleich zu einer alten Öl- oder Gasheizung um bis zu 50% gesenkt werden.
H

Heizkreis

Ein geschlossenes Rohrsystem, in dem das Heizwasser zirkuliert, um die Wärme von der Wärmepumpe zu den Heizkörpern oder der Flächenheizung zu transportieren. Ein Haus kann auch mehrere getrennte Heizkreise haben (z.B. für Heizkörper und Fußbodenheizung).
H

Heizkurve

Eine Einstellung in der Regelung der Wärmepumpe, die die Vorlauftemperatur in Abhängigkeit von der Außentemperatur festlegt. Eine optimal eingestellte Heizkurve ist entscheidend für den effizienten Betrieb der Anlage.
H

Heizlast / Heizlastberechnung

Die maximale Wärmeleistung, die eine Heizungsanlage bei der kältesten zu erwartenden Außentemperatur (Normaußentemperatur) bereitstellen muss, um das gesamte Gebäude auf die gewünschte Innentemperatur zu heizen. Sie ist die Grundlage für die Dimensionierung der Wärmepumpe.
H

Heizperiode

Der Zeitraum im Jahr, in dem die Heizungsanlage in Betrieb ist, um die Wohnräume zu beheizen. In Deutschland dauert die Heizperiode üblicherweise von Oktober bis April.
H

Heizstab / Elektrischer Heizstab

Ein elektrisches Heizelement, das in den Pufferspeicher oder direkt in die Wärmepumpe integriert ist. Es dient als Zusatzheizung, um die Spitzenlast an extrem kalten Tagen zu decken oder den Notbetrieb bei einem Ausfall der Wärmepumpe sicherzustellen.
H

Heizungswasser

Das Wasser, das im geschlossenen Heizkreis zirkuliert und die Wärme von der Wärmepumpe zu den Heizflächen transportiert. Es ist strikt vom Trinkwasser getrennt.
H

Heizungsgesetz

Eine umgangssprachliche Bezeichnung für die Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG), die seit 2024 vorschreibt, dass neu eingebaute Heizungen zu mindestens 65% mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen.
H

Hochtemperatur-Wärmepumpe (80-100°C)

Eine spezielle Art von Wärmepumpe, die sehr hohe Vorlauftemperaturen von bis zu 100°C erreichen kann. Sie kommt vor allem in unsanierten Altbauten mit alten Heizkörpern oder in industriellen Prozessen zum Einsatz, arbeitet aber weniger effizient als Niedertemperatur-Wärmepumpen.
H

Hybrid-Wärmepumpe

Siehe Bivalente Hybridheizung.
H

Hydraulischer Abgleich

Ein Verfahren zur Optimierung des Heizsystems, bei dem der Wasserdurchfluss für jeden einzelnen Heizkörper so eingestellt wird, dass sich die Wärme gleichmäßig im ganzen Haus verteilt. Ein hydraulischer Abgleich ist Pflicht für die Förderung und entscheidend für die Effizienz der Wärmepumpe.
H

Hygienespeicher

Ein spezieller Pufferspeicher, bei dem das Trinkwasser in einem separaten, innenliegenden Edelstahl-Wellrohr nach dem Durchlauferhitzer-Prinzip erwärmt wird. Dies verhindert die Bildung von Legionellen, da kein Trinkwasser über längere Zeit gespeichert wird.
I

Immissionsrichtwerte

Die gesetzlich festgelegten Obergrenzen für Lärm, der auf ein Grundstück einwirken darf. Die Geräuschemission einer Wärmepumpe muss so niedrig sein, dass diese Richtwerte am Fenster des Nachbarn, insbesondere nachts, nicht überschritten werden.
I

Inbetriebnahme

Siehe Erstinbetriebnahme.
I

Inhibitoren (Korrosionsschutz)

Chemische Zusätze im Frostschutzmittel der Sole, die verhindern, dass die metallischen Bauteile des Solekreislaufs (Rohre, Wärmetauscher) durch Korrosion beschädigt werden. Sie gewährleisten eine lange Lebensdauer des Systems.
I

Innenaufstellung

Eine Bauform der Wärmepumpe, bei der das gesamte Gerät (Monoblock) innerhalb des Gebäudes, meist im Keller oder Technikraum, installiert wird. Die Verbindung zur Außenluft erfolgt über große Luftkanäle durch die Außenwand.
I

Installation

Der gesamte Prozess des Einbaus einer neuen Wärmepumpenanlage durch einen Fachbetrieb. Dies umfasst die Demontage der alten Heizung, die Montage der neuen Geräte, die Verrohrung, den elektrischen Anschluss und die Inbetriebnahme.
I

Installateur

Siehe Fachbetrieb.
I

Intelligente Heizungssteuerung

Eine Regelung, die nicht nur die Temperatur steuert, sondern auch externe Daten wie Wettervorhersagen, Strompreise und die Anwesenheit der Bewohner berücksichtigt, um den Betrieb der Wärmepumpe maximal effizient und kostengünstig zu gestalten.
I

Internet-Gateway

Ein kleines Gerät, das die Wärmepumpe mit dem Internet verbindet. Es ist die technische Voraussetzung für die Steuerung per App, den Fernzugriff durch den Fachbetrieb und die Integration in ein Smart-Home-System.
I

Investitionskosten

Die gesamten Kosten, die für die Anschaffung und Installation einer neuen Wärmepumpenanlage anfallen. Dazu gehören die Kosten für das Gerät, die Erschließung der Wärmequelle, den Pufferspeicher, die Installation und eventuell notwendige Anpassungen am Heizsystem.
I

Inverter-Technologie

Eine moderne Technologie bei Wärmepumpen, die es dem Verdichter ermöglicht, seine Leistung stufenlos an den aktuellen Wärmebedarf des Hauses anzupassen. Dies vermeidet häufiges Ein- und Ausschalten (Takten) und macht den Betrieb deutlich effizienter.
I

Isentroper Wirkungsgrad

Ein technischer Wert, der die Effizienz des Verdichters in einer Wärmepumpe beschreibt. Er gibt an, wie nahe der reale Verdichtungsprozess an den idealen, verlustfreien thermodynamischen Prozess herankommt.
J

Jahresarbeitszahl (JAZ)

Die wichtigste Kennzahl für die Effizienz einer Wärmepumpe im realen Betrieb über ein ganzes Jahr. Eine JAZ von 4,0 bedeutet, dass die Anlage im Jahresdurchschnitt aus 1 kWh Strom 4 kWh Nutzwärme erzeugt hat. Je höher die JAZ, desto niedriger die Heizkosten.
J

Jahreszeitbedingte Raumheizungs-Energieeffizienz

Siehe ETAS.
K

Kaskadenschaltung (mehrere Wärmepumpen)

Die Zusammenschaltung von zwei oder mehr Wärmepumpen, um eine höhere Gesamtleistung für große Gebäude wie Mehrfamilienhäuser oder Gewerbeimmobilien zu erzielen. Eine intelligente Regelung steuert die Geräte bedarfsgerecht.
K

Kelleraufstellung

Die häufigste Variante der Innenaufstellung, bei der die Wärmepumpe im Keller des Gebäudes platziert wird. Dies bietet Vorteile beim Schallschutz und bei der Zugänglichkeit für Wartungsarbeiten.
K

KfW-Effizienzhaus (40, 55, 70)

Ein Energiestandard für Wohngebäude, der von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) definiert wird. Die Zahl gibt an, wie viel Prozent der Energie ein Haus im Vergleich zu einem Referenzgebäude benötigt (z.B. benötigt ein KfW-40-Haus nur 40% der Energie).
K

Klimabonus

Ein anderer Begriff für den Geschwindigkeitsbonus im Rahmen der BEG-Förderung. Er belohnt den schnellen Austausch einer alten fossilen Heizung durch eine klimafreundliche Wärmepumpe.
K

Klimaneutralität

Der Zustand, bei dem ein Prozess oder ein Gebäude keine negativen Auswirkungen auf das Klima hat, also unterm Strich keine Treibhausgase emittiert. Eine mit 100% Ökostrom betriebene Wärmepumpe heizt klimaneutral.
K

Kältemittel

Eine spezielle Flüssigkeit, die im geschlossenen Kreislauf einer Wärmepumpe zirkuliert und die Fähigkeit hat, schon bei sehr niedrigen Temperaturen zu verdampfen. Durch diesen Phasenwechsel transportiert es die Umweltwärme auf ein höheres Temperaturniveau.
K

Kältemittel-Dichtheitsprüfung

Eine gesetzlich vorgeschriebene, regelmäßige Überprüfung bei Wärmepumpen mit größeren Füllmengen an Kältemittel. Dabei stellt ein zertifizierter Techniker sicher, dass kein umweltschädliches Kältemittel aus dem System entweicht.
K

Kombispeicher

Ein großer Pufferspeicher, der sowohl das Heizwasser für die Heizung als auch das Trinkwasser für den Haushalt in einem Gerät bevorratet. Oft ist das Trinkwasser in einem separaten, innenliegenden Tank untergebracht (Tank-in-Tank-System).
K

Kompakt-Wärmepumpe (mit Lüftung)

Ein Gerät, das die Funktionen Heizen, Warmwasserbereitung und kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung in einer einzigen, kompakten Einheit vereint. Es ist eine platzsparende Komplettlösung, vor allem für Neubauten.
K

Kondenswasser-Ablauf

Eine Ableitung, die das während des Abtauvorgangs an der Außeneinheit entstehende Schmelzwasser sicher abführt. Ein korrekter, frostsicherer Ablauf ist wichtig, um Eisbildung am Boden und Schäden am Gerät zu verhindern.
K

Konvektionswärme

Wärme, die durch die Zirkulation von erwärmter Luft im Raum übertragen wird. Klassische Heizkörper erzeugen einen hohen Anteil an Konvektionswärme, was zu trockener Luft und Staubaufwirbelung führen kann.
K

Kontrollierte Wohnraumlüftung

Eine mechanische Lüftungsanlage, die für einen kontinuierlichen Austausch von verbrauchter gegen frische Luft sorgt, ohne dass die Fenster geöffnet werden müssen. Oft ist eine Wärmerückgewinnung integriert, die die Wärme der Abluft nutzt, um die Zuluft vorzuwärmen.
K

Körperschallentkopplung

Maßnahmen, um die Übertragung von Vibrationen (Körperschall) von der Wärmepumpe auf das Gebäude zu verhindern. Dazu gehören z.B. Schwingungsdämpfer unter dem Gerät oder flexible Anschlüsse für die Rohrleitungen.
K

Kosten

Siehe Anschaffungskosten, Betriebskosten, Investitionskosten, Heizkosten, Stromkosten.
K

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)

Ein Prinzip, bei dem gleichzeitig elektrische Energie (Strom) und nutzbare Wärme in einer einzigen Anlage erzeugt werden. Blockheizkraftwerke (BHKW) und Brennstoffzellen-Heizungen arbeiten nach diesem Prinzip.
K

Kühlsole

Eine Flüssigkeit (meist Wasser mit Frostschutzmittel), die in einem Kühlsystem zirkuliert, um Wärme von einem Ort abzuführen und an einen anderen zu transportieren. In der Geothermie wird der Begriff auch für die Flüssigkeit im Erdkollektor verwendet.
L

Lärmschutz

Alle Maßnahmen, die ergriffen werden, um die Geräuschentwicklung einer Wärmepumpe zu reduzieren und die Einhaltung der gesetzlichen Lärmschutzvorschriften (TA Lärm) sicherzustellen. Dazu gehören die Wahl eines leisen Geräts, der richtige Aufstellort und eventuell eine Schallschutzhaube.
L

Lamellen (Wärmetauscher)

Dünne Metallbleche, die in großer Zahl am Wärmetauscher der Außeneinheit angebracht sind, um die Oberfläche zu vergrößern. Dies verbessert die Übertragung der Wärme von der Umgebungsluft auf das Kältemittel.
L

Lastmanagement

Die intelligente Steuerung von Stromerzeugern und -verbrauchern, um die Auslastung des Stromnetzes zu optimieren. Wärmepumpen können durch ihre Netzdienlichkeit aktiv am Lastmanagement teilnehmen.
L

Lastverschiebung / Load Shifting

Die gezielte Verschiebung des Stromverbrauchs in Zeiten, in denen viel günstiger (z.B. Solarstrom am Mittag) oder klimafreundlicher Strom verfügbar ist. Eine Wärmepumpe kann so den Pufferspeicher aufladen, wenn der Strom günstig ist, und die Wärme später bei teuren Strompreisen nutzen.
L

Lebensdauer

Der Zeitraum, über den eine Wärmepumpe erwartungsgemäß zuverlässig funktioniert. Moderne Geräte haben eine durchschnittliche Lebensdauer von 15 bis 20 Jahren, was etwa 70.000 bis 100.000 Betriebsstunden des Verdichters entspricht.
L

Lebenszykluskosten

Die Summe aller Kosten, die ein Heizsystem über seine gesamte Lebensdauer verursacht. Dazu gehören die Anschaffungskosten, die Betriebskosten (Energie, Wartung) und die Entsorgungskosten. Wärmepumpen haben oft höhere Anschaffungs-, aber deutlich niedrigere Betriebskosten als fossile Heizungen.
L

Legionellen-Schutz

Eine Funktion in der Regelung von Warmwasserspeichern, die das Trinkwasser regelmäßig auf eine hohe Temperatur (meist über 60°C) erhitzt, um Legionellen-Bakterien abzutöten. Dies ist eine wichtige hygienische Schutzmaßnahme.
L

Leistungsregelung / Stufenlose Regelung

Siehe Inverter-Technologie.
L

Luft-Luft-Wärmepumpe

Ein Wärmepumpentyp, der die Wärme aus der Außenluft aufnimmt und direkt als warme Luft wieder an den Innenraum abgibt. Sie wird oft in Passivhäusern oder als Klimaanlage mit Heizfunktion (Split-Klimagerät) eingesetzt.
L

Luft-Wasser-Wärmepumpe

Der am weitesten verbreitete Wärmepumpentyp, der die Wärme aus der Umgebungsluft nutzt, um das Wasser für das Heizsystem (Heizkörper, Fußbodenheizung) und die Trinkwassererwärmung zu erhitzen.
L

Luftdichtheit / Blower-Door-Test

Die Eigenschaft der Gebäudehülle, unkontrolliertes Ein- und Ausströmen von Luft zu verhindern. Eine hohe Luftdichtheit, nachgewiesen durch einen Blower-Door-Test, ist entscheidend für die Energieeffizienz und verhindert Bauschäden.
M

Mindestabstand (zur Hauswand)

Der empfohlene Abstand, den die Außeneinheit einer Wärmepumpe zur eigenen Hauswand haben sollte, um eine gute Luftzirkulation zu gewährleisten und Schallreflexionen zu vermeiden. Üblich sind mindestens 30-50 cm.
M

Mindestabstand (zur Grundstücksgrenze)

Siehe Abstandsregelung (Nachbar).
M

Mitteltemperatur-Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe, die für Vorlauftemperaturen im Bereich von etwa 55°C bis 65°C ausgelegt ist. Sie eignet sich für teilsanierte Altbauten mit größeren Heizkörpern.
M

Modulation / Modulierende Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe mit Inverter-Technologie, die ihre Heizleistung stufenlos an den aktuellen Bedarf anpassen kann. Dies führt zu einem sehr effizienten und leisen Betrieb.
M

Monoblock-Wärmepumpe

Eine Bauart der Luft-Wasser-Wärmepumpe, bei der sich der gesamte Kältekreislauf in einer einzigen, im Freien aufgestellten Einheit befindet. Zum Haus führen nur noch die wasserführenden Heizungsrohre.
M

Monovalenter Betrieb

Ein Heizsystem, bei dem ein einziger Wärmeerzeuger (die Wärmepumpe) ganzjährig für die gesamte Beheizung und Warmwasserbereitung zuständig ist. Dies ist in gut gedämmten Neubauten und sanierten Altbauten der Standard.
N

Nachtabsenkung (Schallschutz)

Die automatische Reduzierung der Heizleistung und damit der Geräuschemissionen der Wärmepumpe während der Nachtstunden. Dies ist eine wichtige Maßnahme zur Einhaltung der strengeren Lärmschutzgrenzwerte in der Nacht.
N

Nachhaltigkeit

Ein Handlungsprinzip, bei dem die Bedürfnisse der Gegenwart so befriedigt werden, dass die Möglichkeiten zukünftiger Generationen nicht eingeschränkt werden. Das Heizen mit einer Wärmepumpe und Ökostrom ist eine Form des nachhaltigen Wirtschaftens.
N

Netzdienlichkeit

Die Fähigkeit einer Wärmepumpe, intelligent auf den Zustand des Stromnetzes zu reagieren und ihren Betrieb so anzupassen, dass sie zur Stabilisierung des Netzes beiträgt. Dies wird durch §14a des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) geregelt und belohnt.
N

Netzdienlicher Betrieb

Der Betrieb einer Wärmepumpe in einer Weise, die das Stromnetz unterstützt, z.B. durch Lastverschiebung in Zeiten hoher erneuerbarer Energieerzeugung oder durch Leistungsreduzierung bei Netzengpässen.
N

Niedertemperatur-Heizkörper

Spezielle Heizkörper, die so konzipiert sind, dass sie auch mit niedrigen Vorlauftemperaturen (unter 50°C) eine ausreichende Wärmemenge an den Raum abgeben können. Sie sind oft größer als herkömmliche Heizkörper oder verfügen über kleine Ventilatoren (Gebläsekonvektoren).
N

Niedertemperatur-Wärmepumpe

Der Standardtyp einer Wärmepumpe, der für den Betrieb mit niedrigen Vorlauftemperaturen (bis ca. 55°C) optimiert ist. Sie erreicht die höchste Effizienz in Kombination mit einer Flächenheizung (Fußboden- oder Wandheizung).
N

Normaußentemperatur / Auslegungstemperatur

Die tiefste, statistisch ermittelte Durchschnittstemperatur, die an einem bestimmten Ort über einen langen Zeitraum an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen auftritt (z.B. -12°C in Berlin). Sie ist die Grundlage für die Heizlastberechnung.
Ö

Ökobilanz / Life Cycle Assessment (LCA)

Eine systematische Analyse der Umweltauswirkungen eines Produkts über seinen gesamten Lebenszyklus – von der Rohstoffgewinnung über die Herstellung und Nutzung bis hin zur Entsorgung. Wärmepumpen haben eine deutlich bessere Ökobilanz als fossile Heizsysteme.
P

Passivhaus

Ein Gebäude, das aufgrund seiner exzellenten Wärmedämmung und eines intelligenten Lüftungssystems mit Wärmerückgewinnung einen so geringen Heizwärmebedarf hat, dass es fast keine aktive Heizung mehr benötigt. Der Restwärmebedarf wird oft über eine kleine Kompakt-Wärmepumpe gedeckt.
P

Peak Shaving (Spitzenlast-Kappung)

Die Reduzierung von kurzzeitigen, hohen Leistungsspitzen im Stromverbrauch. Ein Energiemanagementsystem kann die Wärmepumpe kurzzeitig drosseln, wenn andere große Verbraucher (z.B. E-Auto-Ladestation) aktiv sind, um die Belastung des Netzanschlusses zu begrenzen.
P

Plattenheizkörper

Der heute am weitesten verbreitete Typ von Heizkörpern, der aus einer oder mehreren profilierten Stahlplatten besteht, durch die das Heizwasser fließt. Für den effizienten Betrieb mit einer Wärmepumpe sollten sie ausreichend groß dimensioniert sein.
P

Primärenergiebedarf

Die Gesamtenergiemenge, die für die Bereitstellung der Endenergie benötigt wird, einschließlich der Verluste bei der Gewinnung, Umwandlung und dem Transport der ursprünglichen Energieträger (z.B. Kohle, Gas, Uran). Der Primärenergiebedarf ist ein wichtiger Indikator für die Gesamt-Energieeffizienz eines Gebäudes.
P

Pufferspeicher

Ein großer, mit Heizungswasser gefüllter Tank, der die von der Wärmepumpe erzeugte Wärme zwischenspeichert. Er entkoppelt die Wärmeerzeugung vom Wärmeverbrauch, reduziert das Takten der Wärmepumpe und kann Sperrzeiten des Stromversorgers überbrücken.
P

PV-Überschuss-Steuerung

Eine intelligente Regelung, die dafür sorgt, dass die Wärmepumpe bevorzugt dann läuft, wenn die eigene Photovoltaikanlage mehr Strom produziert, als im Haus gerade verbraucht wird. Dieser überschüssige Solarstrom wird dann zur günstigen Erzeugung von Wärme genutzt.
Q

Qualitätskontrolle

Die Überprüfung der korrekten Installation und Einstellung einer Wärmepumpenanlage durch einen Fachmann. Dies ist entscheidend für einen sicheren, effizienten und langlebigen Betrieb.
Q

Quellentemperatur

Die Temperatur der Umweltwärmequelle (Luft, Erdreich oder Grundwasser), die von der Wärmepumpe genutzt wird. Je höher und konstanter die Quellentemperatur, desto effizienter kann die Wärmepumpe arbeiten.
R

R290 (Propan - Kältemittel)

Ein natürliches und umweltfreundliches Kältemittel mit einem sehr niedrigen Treibhauspotenzial (GWP von 3). Aufgrund seiner hervorragenden thermodynamischen Eigenschaften wird es in vielen modernen und effizienten Wärmepumpen eingesetzt.
R

R32 (Kältemittel)

Ein synthetisches Kältemittel, das als Ersatz für das klimaschädlichere R410A entwickelt wurde. Es hat ein mittleres Treibhauspotenzial (GWP von 675), ist aber effizienter und wird daher häufig in Klimaanlagen und Wärmepumpen verwendet.
R

R410A (Kältemittel)

Ein lange Zeit weit verbreitetes synthetisches Kältemittel, das jedoch aufgrund seines hohen Treibhauspotenzials (GWP von 2088) in neuen Geräten zunehmend durch umweltfreundlichere Alternativen wie R32 oder R290 ersetzt wird.
R

Raumtemperaturregelung

Die Steuerung der Heizung basierend auf der in einem Führungsraum (z.B. dem Wohnzimmer) gemessenen Temperatur. Fällt die Temperatur dort unter den Sollwert, schaltet sich die Heizung ein.
R

Reduziertes Netzentgelt

Ein Rabatt auf die Stromnetzgebühren, den Betreiber von steuerbaren Verbrauchseinrichtungen wie Wärmepumpen erhalten, wenn sie dem Netzbetreiber erlauben, ihre Anlage bei Bedarf zu drosseln (siehe EVU-Sperre).
R

Return on Investment (ROI)

Eine Kennzahl, die das Verhältnis zwischen dem Gewinn (z.B. eingesparte Heizkosten) und der getätigten Investition beschreibt. Ein hoher ROI bedeutet, dass sich die Investition in die Wärmepumpe schnell und deutlich auszahlt.
R

Reversierbetrieb / Umkehrbetrieb

Die Fähigkeit einer Wärmepumpe, ihren Kältekreislauf umzukehren, um im Sommer aktiv zu kühlen. Dabei wird dem Gebäude Wärme entzogen und nach außen abgeführt. Dies wird auch zur Abtauung des Verdampfers im Winter genutzt.
R

Röhrenheizkörper

Ein klassischer Heizkörpertyp, der aus einzelnen, miteinander verbundenen Stahlsäulen oder -röhren besteht. Sie sind oft in Altbauten zu finden und benötigen aufgrund ihrer geringeren Oberfläche meist höhere Vorlauftemperaturen.
R

Rücklauftemperatur

Die Temperatur des Heizwassers, nachdem es seine Wärme an die Heizkörper oder die Fußbodenheizung abgegeben hat und zur Wärmepumpe zurückfließt. Eine möglichst niedrige Rücklauftemperatur ist ein Zeichen für eine effiziente Wärmeabgabe und einen gut abgeglichenen Heizkreis.
S

Saugbrunnen

Der Förderbrunnen einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe, aus dem das Grundwasser entnommen und zur Wärmepumpe geleitet wird, um ihm Wärme zu entziehen.
S

Schallgedämpfte Aufstellung

Die Installation der Außeneinheit einer Wärmepumpe unter Berücksichtigung von Maßnahmen zur Lärmminderung. Dazu gehört die Vermeidung von schallharten, reflektierenden Flächen und die Entkopplung vom Gebäude.
S

Schallemissionen

Siehe Geräuschemission.
S

Schalldämmung / Schallisolierung

Bauliche Maßnahmen, die die Ausbreitung von Schall verhindern oder reduzieren. Dies kann durch spezielle Dämmstoffe oder den Bau einer Einhausung um die Wärmepumpe herum geschehen.
S

Schallleistungspegel (dB/LWA)

Ein technischer Wert, der die gesamte Schallenergie angibt, die direkt von einer Schallquelle (der Wärmepumpe) abgestrahlt wird, unabhängig von der Entfernung. Er dient dem objektiven Vergleich der Lautstärke verschiedener Geräte.
S

Schalloptimierte Aufstellung

Die Wahl des Aufstellortes für die Außeneinheit, die zu einer minimalen Lärmbelästigung führt. Idealerweise wird das Gerät so platziert, dass der Schall nicht in Richtung von Schlafzimmerfenstern oder Nachbargrundstücken abgestrahlt wird.
S

Schallschutz

Siehe Lärmschutz.
S

Schallschutz-Einhausung

Eine speziell konstruierte Kapselung oder ein Gehäuse, das um die Außeneinheit der Wärmepumpe gebaut wird, um die Geräuschemissionen deutlich zu reduzieren. Dies ist oft eine Lösung an schalltechnisch sensiblen Standorten.
S

Schallschutzhaube

Eine vorgefertigte Abdeckung für die Außeneinheit einer Wärmepumpe, die mit schallabsorbierenden Materialien ausgekleidet ist, um die Geräusche des Ventilators und Verdichters zu dämpfen.
S

Schalldruckpegel (dB(A))

Der Schalldruck, der in einer bestimmten Entfernung von der Schallquelle an einem bestimmten Ort (z.B. am Ohr des Zuhörers) ankommt. Er ist abhängig von der Entfernung und der Umgebung und wird in der A-bewerteten Dezibelskala gemessen, die dem menschlichen Gehör nachempfunden ist.
S

Schichtenspeicher

Ein spezieller Pufferspeicher, der so konstruiert ist, dass sich das Wasser temperaturabhängig in Schichten anordnet – heißes Wasser oben, kaltes Wasser unten. Dies ermöglicht eine sehr effiziente Be- und Entladung des Speichers und verbessert die Effizienz der Wärmepumpe.
S

Schluckbrunnen

Der zweite Brunnen einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe, über den das abgekühlte Grundwasser wieder zurück ins Erdreich geleitet wird. Er muss in ausreichender Entfernung und in Fließrichtung hinter dem Saugbrunnen liegen.
S

Schwingungsdämpfer

Elastische Elemente (z.B. aus Gummi oder Metallfedern), die unter die Wärmepumpe gelegt werden, um die Übertragung von Vibrationen und Körperschall auf das Fundament und das Gebäude zu minimieren.
S

SCOP (Seasonal Coefficient of Performance)

Eine alternative Bezeichnung für die Jahresarbeitszahl (JAZ), die vor allem im europäischen Kontext verwendet wird. Sie beschreibt die durchschnittliche Effizienz einer Wärmepumpe über eine gesamte Heizsaison.
S

SG-ready (Smartgrid-ready)

Ein Label für Wärmepumpen, die über eine standardisierte Schnittstelle verfügen, um von externen Geräten (z.B. einem Energiemanagementsystem oder dem Netzbetreiber) angesteuert zu werden. Dies ist die Voraussetzung für Netzdienlichkeit und Eigenverbrauchsoptimierung.
S

Sichtprüfung

Ein Teil der regelmäßigen Wartung, bei dem der Fachbetrieb die Wärmepumpenanlage auf äußere Anzeichen von Verschleiß, Verschmutzung oder Beschädigungen überprüft.
S

Silent Mode

Siehe Flüstermodus.
S

Smart Home Integration

Die Einbindung der Wärmepumpe in ein übergeordnetes Smart-Home-System. Dies ermöglicht die zentrale Steuerung und die Erstellung von automatisierten Szenarien (z.B. "Heizung aus, wenn Fenster offen").
S

Sole

Eine Mischung aus Wasser und einem Frostschutzmittel (meist Glykol), die in den Rohren von Erdwärmesonden oder Erdkollektoren zirkuliert, um die Wärme aus dem Erdreich aufzunehmen und zur Wärmepumpe zu transportieren.
S

Sole-Wasser-Wärmepumpe

Ein Wärmepumpentyp, der die im Erdreich gespeicherte Wärme (Geothermie) als Energiequelle nutzt. Die Wärme wird über eine zirkulierende Soleflüssigkeit aufgenommen und an das Heizungswasser abgegeben.
S

Sommerbetrieb / Winterbetrieb

Die unterschiedlichen Betriebszustände der Heizungsanlage. Im Sommerbetrieb ist die Heizfunktion meist deaktiviert und nur die Warmwasserbereitung aktiv, während im Winterbetrieb beides benötigt wird.
S

Speicherladung

Der Vorgang, bei dem die Wärmepumpe den Puffer- oder Warmwasserspeicher mit Wärme "auflädt". Ein intelligentes Energiemanagementsystem kann die Speicherladung gezielt in Zeiten mit günstigen Strompreisen oder hohem Solarstromangebot legen.
S

Sperrzeiten

Siehe EVU-Sperre.
S

Spitzenlast

Der maximale Wärmebedarf eines Gebäudes, der nur an den wenigen kältesten Tagen des Jahres auftritt. In einem bivalenten System wird diese Spitzenlast oft von einem zweiten Wärmeerzeuger (z.B. Heizstab) abgedeckt.
S

Spitzenlast-Kappung

Siehe Peak Shaving.
S

Split-Wärmepumpe

Eine Bauart der Luft-Wasser-Wärmepumpe, die aus zwei Teilen besteht: einer Außeneinheit mit Ventilator und Verdichter und einer Inneneinheit mit dem Wärmetauscher für das Heizsystem. Die beiden Teile sind durch Kältemittelleitungen verbunden.
S

Spotmarkt-Optimierung

Die Ausrichtung des Wärmepumpenbetriebs an den Preisen des Strom-Spotmarktes (z.B. der EPEX Spot). Die Wärmepumpe läuft dann bevorzugt in den Stunden, in denen der Strompreis am niedrigsten ist.
S

Spreizung (Vor- und Rücklauftemperatur)

Die Temperaturdifferenz zwischen dem heißen Vorlauf (Wasser fließt zur Heizung) und dem kühleren Rücklauf (Wasser fließt von der Heizung zurück). Eine geringe Spreizung (z.B. 5-7 Kelvin) ist bei Wärmepumpen ideal und deutet auf einen hohen Volumenstrom hin.
S

Strahlungswärme

Wärme, die in Form von infraroter Strahlung direkt von einer warmen Oberfläche auf Körper und Gegenstände im Raum übertragen wird, ohne die Luft zu erwärmen. Flächenheizungen erzeugen einen hohen Anteil an Strahlungswärme, was als sehr angenehm empfunden wird.
S

Stromkosten

Der Anteil an den Betriebskosten, der durch den Verbrauch von elektrischem Strom für den Antrieb der Wärmepumpe entsteht. Sie sind der größte Posten der laufenden Kosten.
S

Systemtemperatur

Die Temperatur, mit der ein Heizsystem arbeitet, insbesondere die Vorlauftemperatur. Man unterscheidet zwischen Niedertemperatur-Systemen (ca. 35-55°C), die ideal für Wärmepumpen sind, und Hochtemperatur-Systemen (über 60°C).
T

TA Lärm (Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm)

Eine deutsche Verwaltungsvorschrift, die die zulässigen Lärmimmissionen für verschiedene Gebietsarten (z.B. Wohngebiete, Mischgebiete) festlegt. Die Geräusche einer Wärmepumpe dürfen diese Richtwerte am Nachbargrundstück nicht überschreiten.
T

Taktung / Takten

Das häufige Ein- und Ausschalten des Verdichters einer Wärmepumpe, wenn diese überdimensioniert ist oder ihre Leistung nicht an den Bedarf anpassen kann. Takten führt zu erhöhtem Verschleiß, geringerer Effizienz und einer verkürzten Lebensdauer.
T

Technikraum

Ein spezieller Raum im Gebäude, in dem die Haustechnik wie die Heizungsanlage, der Pufferspeicher, die Lüftungsanlage und der Stromverteilerkasten untergebracht ist.
T

Temperaturspreizung

Siehe Spreizung.
T

Thermisches Ventil

Siehe Thermostatventil.
T

Thermodynamischer Kreisprozess

Der physikalische Prozess im Inneren einer Wärmepumpe, bei dem das Kältemittel durch Verdampfung, Verdichtung, Verflüssigung und Entspannung Wärme von einem niedrigen auf ein hohes Temperaturniveau "pumpt".
T

Thermostatventil

Ein Ventil am Heizkörper, das den Durchfluss von Heizwasser regelt, um die gewünschte Raumtemperatur zu halten. Für den effizienten Betrieb mit einer Wärmepumpe sollten die Thermostatventile im Hauptwohnraum vollständig geöffnet sein, um einen hohen Volumenstrom zu ermöglichen.
T

Tiefenbohrung

Siehe Erdwärmebohrung.
T

Treibhausgasemissionen

Der Ausstoß von Gasen wie Kohlendioxid (CO2), die zum Treibhauseffekt und damit zur globalen Erwärmung beitragen. Der Betrieb einer Wärmepumpe verursacht im Vergleich zu fossilen Heizungen deutlich geringere Treibhausgasemissionen.
T

Trinkwasser

Das Wasser, das im Haushalt zum Duschen, Baden, Kochen und Trinken verwendet wird. Es muss aus hygienischen Gründen in einem separaten Kreislauf von dem Wasser im Heizsystem (Heizwasser) getrennt sein.
T

Trinkwasserspeicher

Siehe Warmwasserspeicher.
U

Umkehrbetrieb

Siehe Reversierbetrieb.
U

Umweltbilanz

Siehe Ökobilanz.
U

Umweltenergie

Die in der Umgebungsluft, im Erdreich oder im Grundwasser gespeicherte, kostenlose und erneuerbare Wärme, die von einer Wärmepumpe als primäre Energiequelle genutzt wird.
Ü

Überschussladen

Die gezielte Nutzung von überschüssigem Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage, um den Pufferspeicher oder den Warmwasserspeicher der Wärmepumpe aufzuladen. So wird der günstige Solarstrom in Form von Wärme gespeichert.
V

Verbundanlage-Label

Ein spezielles Energielabel für Heizungssysteme, die aus mehreren Komponenten bestehen, z.B. einer Wärmepumpe in Kombination mit einer Solaranlage und einer intelligenten Regelung. Es bewertet die Effizienz des Gesamtsystems.
V

Verdampfer

Der Wärmetauscher in der Wärmepumpe, in dem das flüssige, entspannte Kältemittel die Wärme aus der Umwelt (Luft, Erde, Wasser) aufnimmt und dabei verdampft. Bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe ist dies der große Wärmetauscher in der Außeneinheit.
V

Verdichter / Kompressor

Das Herzstück der Wärmepumpe. Er saugt das gasförmige Kältemittel aus dem Verdampfer an und verdichtet es stark, wodurch sich dessen Druck und Temperatur deutlich erhöhen.
V

Verdichter-Drehzahl

Die Geschwindigkeit, mit der sich der Verdichter dreht. Bei Inverter-Wärmepumpen kann die Drehzahl stufenlos geregelt werden, um die Heizleistung an den aktuellen Bedarf anzupassen.
V

Verdichter-Lebensdauer (70.000-120.000h)

Die erwartete Betriebsdauer des Verdichters, der das am stärksten beanspruchte Bauteil der Wärmepumpe ist. Moderne Geräte sind auf eine sehr lange Lebensdauer von 15 bis über 20 Jahren ausgelegt.
V

Verdichterverluste

Die Energieverluste, die bei der Umwandlung von elektrischer Energie in Druck im Verdichter entstehen. Der isentrope Wirkungsgrad ist ein Maß für diese Verluste.
V

Vereisungsschutz

Maßnahmen und Prozesse, die verhindern, dass der Verdampfer einer Luft-Wasser-Wärmepumpe bei kalten Temperaturen zufriert. Dazu gehört vor allem der automatische Abtauzyklus.
V

Verflüssiger / Kondensator

Der zweite Wärmetauscher im Kältekreislauf. Hier gibt das heiße, verdichtete Gas aus dem Verdichter seine Wärme an das Heizungswasser ab, kühlt dabei ab und wird wieder flüssig (kondensiert).
V

Verschleiß

Die allmähliche Abnutzung von mechanischen Bauteilen durch den Betrieb. Eine modulierende Betriebsweise und regelmäßige Wartung reduzieren den Verschleiß und verlängern die Lebensdauer der Wärmepumpe.
V

Volumenstrom

Die Menge an Heizwasser, die pro Zeiteinheit durch das Heizsystem fließt (gemessen in Litern pro Stunde). Ein hoher Volumenstrom und eine geringe Temperaturspreizung sind entscheidend für den effizienten Betrieb einer Wärmepumpe.
V

Vorlauftemperatur

Die Temperatur, mit der das Heizwasser von der Wärmepumpe in den Heizkreis (zu den Heizkörpern oder der Fußbodenheizung) gepumpt wird. Für eine hohe Effizienz sollte die Vorlauftemperatur so niedrig wie möglich sein (ideal < 45°C).
W

Wandheizung / Wandflächenheizung

Eine Form der Flächenheizung, bei der Heizungsrohre in den Wänden verlegt werden. Sie funktioniert ähnlich wie eine Fußbodenheizung, gibt angenehme Strahlungswärme ab und ist ideal für den Betrieb mit einer Wärmepumpe.
W

Warmwasserspeicher / Trinkwasserspeicher

Ein gut gedämmter Tank, in dem das erwärmte Trinkwasser für den Haushalt bevorratet wird. Er wird von der Wärmepumpe regelmäßig auf die gewünschte Temperatur aufgeheizt.
W

Wartung / Inspektion

Die regelmäßige Überprüfung und Pflege der Wärmepumpenanlage durch einen Fachbetrieb, um einen sicheren, effizienten und langlebigen Betrieb zu gewährleisten. Empfohlen wird ein jährliches Wartungsintervall.
W

Wartungsintervall

Der empfohlene zeitliche Abstand zwischen zwei Wartungen. Bei den meisten Wärmepumpen wird eine jährliche Wartung durch einen qualifizierten Fachbetrieb empfohlen.
W

Wartungsvertrag

Ein Vertrag mit einem Fachbetrieb, der die regelmäßige Wartung der Heizungsanlage zu einem festen Preis sicherstellt. Oft sind darin auch ein Notdienst und vergünstigte Ersatzteile enthalten.
W

Wasser-Wasser-Wärmepumpe

Ein sehr effizienter Wärmepumpentyp, der die konstante Wärme des Grundwassers als Energiequelle nutzt. Die Installation erfordert zwei Brunnen (Saug- und Schluckbrunnen) und ist genehmigungspflichtig.
W

Wasserschutzgebiet

Ein geografisches Gebiet, in dem besondere Vorschriften zum Schutz des Grundwassers gelten. In vielen Wasserschutzgebieten sind Erdwärmebohrungen oder die Nutzung von Grundwasser für Wärmepumpen nicht oder nur unter strengen Auflagen erlaubt.
W

Wärmepumpe für Etagenwohnung

Eine kleine Kompakt-Wärmepumpe (oft eine Brauchwasser- oder Abluftwärmepumpe), die speziell für den Einsatz in einzelnen Wohnungen konzipiert ist. Sie deckt meist nur den Warmwasserbedarf oder wird mit einer Lüftungsanlage kombiniert.
W

Wärmepumpe für Mehrfamilienhaus

Eine leistungsstarke Wärmepumpenanlage, die ein ganzes Mehrfamilienhaus zentral mit Wärme und Warmwasser versorgt. Oft werden hierfür mehrere Wärmepumpen in einer Kaskade zusammengeschaltet.
W

Wärmepumpen-Konvektor

Siehe Gebläsekonvektor.
W

Wärmepumpen-Netzwerk

Ein Verbund von mehreren Wärmepumpen, die gemeinsam ein Nahwärmenetz für ein Quartier oder eine Siedlung versorgen. Dies ermöglicht eine sehr effiziente und zentrale Wärmeversorgung.
W

Wärmepumpen-Verbund

Siehe Kaskadenschaltung.
W

Wärmepumpenstrom

Ein spezieller Stromtarif, der von vielen Energieversorgern für den Betrieb von Wärmepumpen angeboten wird. Er ist oft günstiger als normaler Haushaltsstrom, kann aber mit Sperrzeiten durch den Netzbetreiber verbunden sein.
W

Wärmerückgewinnung (Lüftung)

Ein Prozess in einer zentralen Lüftungsanlage, bei dem die Wärme aus der verbrauchten, warmen Abluft über einen Wärmetauscher auf die frische, kalte Zuluft übertragen wird. Dies spart erheblich Heizenergie.
W

Wärmeträgermedium

Eine Flüssigkeit, die Wärme von einem Ort zu einem anderen transportiert. Im Solekreislauf einer Erdwärmepumpe ist dies die Sole, im Heizkreis ist es das Heizungswasser.
W

Wärmetauscher-Effizienz

Ein Maß dafür, wie gut ein Wärmetauscher die Wärme von einem Medium auf ein anderes überträgt. Hocheffiziente Wärmetauscher (Verdampfer, Verflüssiger) sind entscheidend für den Gesamtwirkungsgrad der Wärmepumpe.
W

Wettergeführte Regelung

Eine Heizungsregelung, die die Vorlauftemperatur automatisch an die gemessene Außentemperatur anpasst. Wenn es draußen kälter wird, erhöht die Regelung die Vorlauftemperatur und umgekehrt.
W

Wirtschaftlichkeit

Die Bewertung, ob sich eine Investition finanziell lohnt. Die Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpe wird durch den Vergleich der Investitionskosten mit den zukünftigen Energieeinsparungen über die gesamte Lebensdauer berechnet.
W

Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung

Siehe Kontrollierte Wohnraumlüftung.
Z

Zehntelgrad-Regelung

Eine sehr präzise Regelung der Vorlauftemperatur in Schritten von 0,1 Grad Celsius. Dies ermöglicht eine feine Anpassung an den tatsächlichen Bedarf und maximiert die Effizienz.
Z

Zentrale Wärmepumpe

Eine einzelne, leistungsstarke Wärmepumpenanlage, die ein gesamtes Gebäude (z.B. ein Mehrfamilienhaus) von einem zentralen Punkt aus mit Wärme versorgt. Dies steht im Gegensatz zu dezentralen Systemen mit Geräten in jeder Wohnung.
Z

Zeolith-Wärmepumpe

Siehe Adsorptions-Wärmepumpe.
Z

Zweikreis-Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe, die zwei getrennte Heizkreise mit unterschiedlichen Temperaturniveaus bedienen kann, z.B. einen Niedertemperaturkreis für die Fußbodenheizung und einen Hochtemperaturkreis für Heizkörper.