CASE STUDY 3 – KÖLN: PLATZSPARENDE WÄRMEPUMPE IN DOPPELHAUSHÄLFTE

Effiziente Wärmepumpenlösung in Kölner Doppelhaushälfte – Moderne Energie unter engen Platzverhältnissen

  • Gebäudetyp: Doppelhaushälfte, Baujahr 1968
  • Ort: Köln-Ehrenfeld
  • Schwerpunkt: Altbau, Schallschutz, kompakte Lösung
  • System: Luft-Wasser-Wärmepumpe (Monoblock)

Einleitung & Projektkontext

Diese Fallstudie basiert auf einem Interview mit dem Eigentümer einer Doppelhaushälfte in Köln-Ehrenfeld, der seine alte Gasheizung durch eine platzsparende Luft-Wasser-Wärmepumpe ersetzt hat. Das Viertel ist dicht bebaut, die Nachbargebäude stehen nah – Schallschutz, kompakte Aufstellung und eine saubere Planung der Installation waren daher zentrale Projektanforderungen.

Wie bei vielen Bestandsgebäuden in Köln war der Altbau nur teilweise saniert: gemischtes Heizsystem, begrenzte Stellflächen im Garten und der Wunsch, die bestehende Bausubstanz möglichst wenig anzutasten. Gleichzeitig sollten die Wärmepumpe Kosten langfristig planbar sein und sich durch geringere Betriebskosten rechnen.

Weitere Hintergründe zum Einsatz von Wärmepumpen im Bestand finden Sie im Artikel Wärmepumpe im Altbau.

Interview – Ausgangssituation

Frage 1: Was war der Hauptgrund für die Umstellung auf eine Wärmepumpe?

„Der Altbau war schlecht gedämmt und die Gasheizung alt. Dazu kamen steigende Energiekosten. Mir war wichtig, langfristig unabhängiger zu werden und nicht jedes Jahr auf die nächste Gaspreiserhöhung zu schauen.“

Frage 2: Welche Rolle spielte der begrenzte Platz?

„Der Garten ist klein, die Nachbarn stehen nah. Ein Monoblock war die einzige realistische Option. Wichtig war mir ein niedriger Geräuschpegel, damit es keinen Stress mit den Nachbarn gibt.“

Frage 3: Gab es technische Herausforderungen?

„Ja – wir heizen im Obergeschoss noch mit Heizkörper. Das braucht höhere Vorlauftemperatur. Der Installateur musste die Heizlast neu berechnen und schauen, wie weit wir mit einer effizient eingestellten Wärmepumpe kommen.“

Die Herausforderung

Aus technischer Sicht war das Projekt eine typische urbane Bestands-Situation: begrenzte Aufstellfläche, Mischsystem aus Heizkörpern und (teilweise) Flächenheizung und der klare Wunsch nach maximaler Förderquote.

Herausforderungsfeld Beschreibung
Aufstellfläche außen sehr enger Garten, nur ein schmaler Streifen neben der Terrasse nutzbar
Schallschutz Nachbarhaus direkt angrenzend, daher strenge Anforderungen an Schallschutz und Geräuschverteilung
Heizsystem Kombination aus Heizkörpern im Obergeschoss und Flächenheizung im Erdgeschoss – unterschiedliche Temperatur­niveaus im selben System
Förderung KfW-Förderung sollte maximal genutzt werden, inkl. Klimageschwindigkeitsbonus

Ob sich die Investition in eine Wärmepumpe lohnt, hängt in solchen Fällen stark von Verbrauch, Heizlast und Förderquote ab. Einen vertiefenden Überblick gibt der Ratgeber Lohnt sich eine Wärmepumpe.

Die Lösung – Umsetzung durch xpansio

1. Kompakte Monoblock-Wärmepumpe mit Schalloptimierung

Die Wahl fiel auf eine kompakte Luft-Wasser-Wärmepumpe im Monoblock-Design. Der Aufstellort wurde so gewählt, dass das Gerät im „Schatten“ des Gebäudes steht und der Geräuschpegel in Richtung Nachbarn minimiert wird. Im Teillastbetrieb liegt die Außeneinheit bei unter 35 dB(A) in drei Metern Abstand.

2. Hydraulischer Abgleich und Heizkörper-Optimierung

Um die Effizienz trotz Altbau sicherzustellen, wurden:

  • alle Heizkörperventile erneuert und voreinstellbar ausgeführt
  • Flächenheizkreise im Erdgeschoss sauber abgeglichen
  • die Heizkurve abgesenkt und feinjustiert

Der vollständige Hydraulischer Abgleich war Voraussetzung, um mit moderaten Vorlauftemperaturen eine stabile Versorgung zu gewährleisten.

3. Förderoptimierung

Durch die Kombination aus Austausch einer alten Gasheizung, Nutzung der Bundesförderung und Klimageschwindigkeitsbonus konnten rund 45 % der Investitionskosten über KfW-Zuschüsse abgedeckt werden.

Ergebnisse

Nach der ersten kompletten Heizperiode zeigte sich, dass die Wärmepumpe die Erwartungen des Eigentümers erfüllt und in einigen Punkten übertrifft.

Kennzahl Vorher (Gasheizung) Nachher (Wärmepumpe)
Jährliche Heizkosten 2.200 € 1.150 €
Jahresarbeitszahl (Jahresarbeitszahl) 3,8
Lautstärke Außengerät 55 dB(A) 34 dB(A)
Warmwasserbereitung separate Gastherme über Wärmepumpe integriert
„Der Unterschied im Geräusch ist brutal. Ich höre das Gerät im Garten praktisch nicht – und das war mir fast genauso wichtig wie die Ersparnis bei den Kosten.“

Fazit

Die Fallstudie zeigt, dass eine Luft-Wasser-Wärmepumpe auch in engen urbanen Strukturen wie Köln-Ehrenfeld eine technisch und wirtschaftlich überzeugende Lösung sein kann – vorausgesetzt, Schallschutz, Aufstellort und hydraulischer Abgleich werden sorgfältig geplant.

Der Eigentümer profitiert heute von:

  • deutlich geringeren Betriebskosten
  • höherem Komfort durch stabile Raumtemperaturen
  • attraktiven Fördervorteilen
  • einer zukunftsfähigen, nachhaltigen Heiztechnologie

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