CASE STUDY 5 – DÜSSELDORF: ZENTRALE WÄRMEPUMPE FÜR MEHRFAMILIENHAUS

Effiziente Wärmepumpenlösung im Düsseldorfer Mehrfamilienhaus – Moderne Energie für nachhaltiges Wohnen

1. Projektsteckbrief

Parameter Wert
Gebäude Mehrfamilienhaus, 8 Wohneinheiten
Standort Düsseldorf-Flingern
Vorprojekt Gaszentralheizung (Bj. 1998)
Ziel zentrale Wärmepumpe, Fördermaximum, Reduzierung Betriebskosten
Entscheidungsformat Technische Bewertung, Variantenvergleich

2. Anforderungen des Eigentümerverbunds (Kurzfassung)

Die Eigentümer definieren vier Kernziele: 1. Versorgungssicherheit für 8 Einheiten ohne zusätzliche Gastherme
2. Reduzierung der jährlichen Betriebskosten 3. Optimierung der Förderquote → Wärmepumpe Förderung

Diese Anforderungen bildeten die Grundlage für die systematische Vorauswahl.

3. Variantenvergleich (Kurzform)

Technologie Vorteil Nachteil
Luft-Wasser-Wärmepumpe (zentral) einfache Installation hoher Leistungsbedarf
Hybridlösung flexible Betriebsweise geringere KfW-Förderung
Sole-Wasser sehr hohe Energieeffizienz Bohrgenehmigung nicht möglich
Mehrere kleine Split-Systeme Redundanz keine zentrale Steuerung

rgebnis der Bewertung

Zentrale Luft-Wasser-Wärmepumpe erhielt höchste Punkte für Förderfähigkeit, Umsetzbarkeit und Wärmespeicherintegration.

4. Technische Planungsfestlegung

4.1 Dimensionierung

Die Heizlastanalyse (DIN 12831) ergab:

  • Gesamtheizlast: 21,8 kW
  • Vorlauftemperaturbedarf: 45–50°C (hervorragend für effizienten Wärmepumpenbetrieb)
  • Hydraulische Situation günstig → späterer Einbau eines Pufferspeicher zur Laststabilisierung möglich

Leistungsauswahl:

→ Einzelgerät mit 22 kW Nennleistung, modulierend über Inverter-Steuerung.

5. Relevante technische Begründungen

Warum keine Hybridanlage?

  • Reduzierte Förderquote (<40 %) gegenüber 70 % bei reinen WP-Systemen
  • Eigentümer wollten klare Trennung von Gas

Warum zentrale Anlage?

  • Geringere Geräuschkulisse als 8 Einzelgeräte
  • Einheitliche Installation
  • Einfachere Wartung → Wärmepumpe Installation

Warum Luft-Wasser?

  • Keine Genehmigungspflicht wie bei Erdsonden
  • Gute Jahresarbeitszahl dank moderater Düsseldorfer Witterung
  • Vorhandene Anschlussflächen im Innenhof
1. Demontage der Altanlage 2. Hydraulische Neuordnung der Steigstränge
3. Installation eines 500-L-Pufferspeicher 4. Einbindung eines 600-L-Warmwasserspeicher
5. Einrichtung eines Schaltfelds für Strommessung und Energieeffizienz-Monitoring 6. Dämmoptimierung der Rücklaufstrecken

Das Gebäude blieb während der Arbeiten vollständig bewohnbar.

Kennzahl Vorher (Gas) Nachher (WP)
Energiekosten 12.900 €/Jahr 7.200 €/Jahr
Verbrauch 132 MWh Gas 23.000 kWh Strom
JAZ 3,3
CO₂-Ausstoß 26,4 t/Jahr 5,8 t/Jahr
Förderung 0 € 24.800 € (BEG + Bonusprogramme)
Wartungsaufwand mittel gering

8. Ergebnisbewertung (punktbasiert)Kriterium

Gewicht Bewertung
Förderfähigkeit 30 %
10/10 Wirtschaftliche Einsparung
25 % 9/10
Installationsaufwand 15 %
7/10 Akustikminderung
10 % 9/10
Zukunftssicherheit 20 %
10/10 Gesamtnote: 9,1 / 10

9. Schlussdokumentation

Dieses Projekt zeigt, dass ein Mehrfamilienhaus mit acht Wohneinheiten ohne fossile Restheizung zuverlässig über eine zentrale Luft-Wasser-Wärmepumpe betrieben werden kann – bei hoher Effizienz und drastisch reduzierten Betriebskosten.

Fördertechnisch gehört diese Konfiguration zu den attraktivsten Modellen im Bestand.

Jetzt Ihre eigene Wärmepumpe konfigurieren

Finden Sie die perfekte Wärmepumpe für Ihr Zuhause – in nur 3 Minuten.

Jetzt Wärmepumpe konfigurieren →